Für diese Kissenhülle muss man fast immer nur glatt rechts stricken. Im Vorderteil habe ich eine Menge Wollreste in den verschiedensten Rot- und Rosatönen verarbeitet. Wichtig ist, dass sie ungefähr gleich dick und aus ähnlichem Material sind. Baumwolle und Wolle zu mischen, kann komisch aussehen und beim Waschen problematisch werden. Ich habe mich auf Wolle und Wollmischungen mit bis zu 20 Prozent Beimischung aus Chemiefasern beschränkt.

Strickanleitung Kissenhülle:

Mach eine Maschenprobe: Schlage dafür 22 Maschen an und stricke rund 12 cm glatt rechts nach oben.

Wenn du mit einer dünneren Nadelstärke als 4 strickst, solltest du lieber 32 Maschen für das Teststückchen nehmen. Sonst wird’s zu schmal.

Halte die Maschenprobe an das Kissen, für das du den Bezug stricken willst und ermittle, wie viele dieser Stückchen du für das Vorderteil von Naht zu Naht (!) brauchst. Runde auf: Wenn du auf 3,5 Mal kommst, nimm die Maschenzahl mal 4.
Achtung: Die beiden Randmaschen zählen nicht mit. Multipliziere also nur mit 20 (oder 30 bei dünnerer Wolle).

Kissenhülle in detail: Maschen in verschiedenen Rot- und Pinkfarben

Schlage die erforderlichen Maschen für das Vorderteil an. Beginne mit der Grundfarbe und stricke dann die Streifen ganz nach Lust und Laune. Wenn du die Höhe des Kisseninlets erreicht hast, kette die Maschen ab. Fertig.

Der Rücken besteht aus zwei Teilen: Ich habe einen kleineren und einen größeren gestrickt mit einem etwa 8 cm breiten Rand, der mittig offen bleibt, um das Kissen in die Hülle stecken zu können. Nimm die gleiche Anzahl Maschen auf wie beim Vorderteil und stricke ein gutes Drittel hoch. Danach die 8 cm im einfachen Rippenmuster (1 M links, 1 M rechts), abketten.

Das zweite Teil sollte zwei Drittel des Vorderteils lang sein und wieder mit 8 cm Rippenrand abschließen.

 

Tipp & Fehlermeldung: Ich habe den Rippenrand des Kissens leider etwas zu wenig lang gestrickt. Wenn es ungünstig geknautscht wird (soll ja vorkommen), klafft es ein bisschen offen und das Innenkissen ist zu sehen. Gut, dass es die Rückseite ist. Da sieht man das nicht gleich.

 

Ausarbeiten der Kissenhülle:

Den Rippenrand beim Zusammennähen von Vorder- und Rückenteil übereinanderlegen. Die Rippen je nach Größe des Kissens aufeinandernähen, damit der Schlitz kleiner wird und das Kisseninlett nicht vorblitzt.

Natürlich kann man auch einfach eine Seitennaht offen lassen und nach dem Einfügen des Kissens wieder zunähen. Bloß muss man die dann wieder auftrennen, wenn die Hülle mal gewaschen werden soll. Ob man sich die Mühe macht, hin und wieder die Naht aufzutrennen und zuzunähen oder ob man zwei Rückenteile strickt, ist Geschmackssache. Ich finde die Schlitzlösung (trotz des manchmal hervorblitzenden Kissens) auch ganz hübsch.