Teil 1: Zopfmuster

Ich bin ja, wie bereits erwähnt, kein Fan von allzu schwierigen Anleitungen und immer schwer beeindruckt von den Strickerinnen, die komplizierteste Musteranleitungen verstehen und die Strickmuster dann auch noch tadellos hinbekommen.

Mir muss das Stricken und Häkeln locker von der Hand gehen und ich denke mir meine Strick- und Häkelprojekte auch gerne selbst aus. Dabei setze ich immer wieder auf die gleichen, bewährten Muster. Meine Favoriten sind

– Zopfmuster in allen Variationen

– Perlmuster

– einfache (!) Lochmuster.

Fangen wir mit dem Zopfmuster an. Die Grundtechnik ist einfach: Während des Strickens auf der rechten Seite wird ein Teil der Maschen auf eine Hilfsnadel hinter oder vor das Strickzeug gelegt und später abgestrickt.

Bei einem einfachen Zopf mit 6 Maschen sieht das so aus:

Zopf Anfang stricken

Die erste Dreiergruppe der Maschen auf die Hilfsnadel hinter das Strickzeug, die zweite Dreiergruppe abstricken, danach die Maschen auf der Hilfsnadel stricken.

Das fühlt sich anfangs etwas komisch an, weil die Maschen ein bisschen maschen2gezogen werden müssen. Trotzdem solltest du auch die Maschen auf der Hilfsnadel so straff wie gewohnt abstricken. Wenn du ein paar Reihen drüber gestrickt hast, sieht das picobello aus!
Wird dagegen beim zu locker gestrickt, können Löcher entstehen.

Wie oft du „zopfst“, also die Maschen kreuzt, ist Geschmackssache. Beim Zopf links habe ich die 6 Maschen alle 6 Reihen gekreuzt.

Beim rechten Zopf alle 10 Reihen – und schon ergibt sich ein ganz anderes Bild.

Und selbstverständlich lässt sich ein Zopf auch aus 8, 10, 20 oder mehr Maschen stricken. Für ein einfaches Zopfmuster muss die Maschenzahl
lediglich durch 2 teilbar sein.

Wichtig: Der Zopf hebt sich besonders schön plastisch vom Rest des Gestrickten ab, wenn die restlichen Maschen links gestrickt sind.

Weitere Möglichkeiten für schöne Zopfmuster stelle ich in einem der nächsten Blogbeiträge vor. Ich kenne nämlich noch jede Menge!